Ministerpräsident Bouffier: „Sie stärken mit beispielhaftem Engagement unsere aktive Bürgergesellschaft und sind ein starker Teil Hessens“
Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat heute dem Gründer und Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG), Prof. Dr. Reinfried Pohl, den Hessischen Verdienstorden überreicht. „Sie haben sich besonders um Ihre Heimatstadt Marburg aber auch für Hessen und Deutschland verdient gemacht. Ihr freiwilliger Einsatz für das Allgemeinwohl hat bleibende Spuren hinterlassen. Sie sind ein Unternehmer und ein Mäzen im besten Sinne und dafür sind wir Ihnen sehr dankbar“, erklärte der Ministerpräsident in seiner Laudatio im Rahmen einer Feierstunde in der Hessischen Staatskanzlei. „Sie stärken mit Ihrem beispielhaften Engagement unsere aktive Bürgergesellschaft und sind deshalb ein starker Teil Hessens“, betonte Bouffier. „Reinfried Pohl hat mit seinem Wirken als Mäzen immer seine Verbundenheit mit den Menschen in unserem Land unterstrichen – mit der heutigen Verleihung des Hessischen Verdienstordens drückt das Land Hessen seinen Dank und seine Wertschätzung für Sie aus“, so der Ministerpräsident.
Nach der Gründung der Deutschen Vermögensberatung 1975 und dem erfolgreichen Aufbau des Unternehmens hat sich Dr. Pohl mit ebenso großem Engagement der Gemeinnützigkeit verschrieben. Stiftungen nehmen aus diesem Grund im Wirken von Prof. Dr. Pohl einen besonderen Platz ein. 1997 gründete er die „Dr. Reinfried Pohl-Stiftung“ mit dem Zweck, die Philipps-Universität in Marburg, insbesondere die Fachbereiche Medizin und Rechtswissenschaften, zu fördern. Nachdem er 2009 seine erste Stiftungsprofessur für Kardioprävention im Fachbereich Medizin verlängerte, richtete Pohl im gleichen Jahr eine weitere Stiftungsprofessur für Molekulare Kardiologie ein. „Im Jahr 2008 legte er den Grundstock für den Bau des ‚Zentrums für medizinische Lehre‘ an der Universität, das 2011 fertiggestellt und vollständig aus Mitteln der Stiftung finanziert wurde“, betonte Bouffier. „Das Zentrum erlaubt, realitätsnahe Untersuchungsfälle zu simulieren. Somit haben die jährlich rund 2.000 Studierenden der Medizin eine erstklassige Möglichkeit, sich auf ihren späteren Beruf vorzubereiten.“
Zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat Dr. Reinfried Pohl darüber hinaus unter anderem für junge und werdende Mütter in der Wissenschaft eine Krippe für bis zu 60 Kinder in das Zentrum integriert. Dank der Zuwendungen konnte der Fachbereich Rechtswissenschaften in den vergangenen Jahren den Bestand der Bibliothek, insbesondere der bundesweit einmaligen Spezialbibliothek für Finanzdienstleistungsrecht, ausbauen und somit die Qualität der Ausbildung verbessern.
Ebenso fördert Prof. Dr. Reinfried Pohl die Forschungsaktivitäten der Abteilung Medizinische Onkologie am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg, die erforscht, wie das körpereigene Immunsystem in der Krebstherapie genutzt werden kann.
Nach dem Tod seiner Frau gründete der heute 84-jährige 2009 die „Anneliese Pohl-Stiftung“, die sich für die Unterstützung von Krebskranken sowie die Förderung der Krebsforschung einsetzt. Die Stiftung eröffnete 2010 die „Anneliese-Pohl Psychosoziale Krebsberatungsstelle“ in Marburg, die in Zusammenarbeit mit der Hessischen Krebsgesellschaft eine kostenfreie Anlaufstelle für Krebspatienten und deren Angehörige unterhält. „Hilfesuchende finden hier Rat, ganz praktisch und unbürokratisch – und damit ganz im Sinne der Stiftung“, so Volker Bouffier, der auch das Stipendienprogramm der Stiftung für die Förderung von Habilitandinnen am Fachbereich Medizin der Marburger Universität hervorhob. Auch hier soll durch gezielte Förderung der Antragsstellerinnen diesen die Möglichkeit eröffnet werden, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren und so den Anteil von Wissenschaftlerinnen in leitenden Positionen an Hochschulen und in der Forschung erhöht werden.
Prof. Dr. Reinfried Pohl hat mit großem Fleiß, Engagement und Umsicht sein Unternehmen zum größten Finanzvertrieb in Deutschland auf- und ausgebaut. Sein Unternehmen berät Kunden zu wichtigen staatlichen Vorsorgemaßnahmen und beschäftigt so 37.000 Mitarbeiter. „Der Unternehmer Dr. Reinfried Pohl gibt nicht nur 37.000 Menschen und deren Familien Arbeit beziehungsweise Auskommen, sondern er lebt auch in vorbildlicher Weise die soziale Rolle eines erfolgreichen Unternehmers vor und ist somit auch Vorbild in unserer Gesellschaft“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier.
Eine besondere Rolle im Engagement von Prof. Dr. Reinfried Pohl spielt auch seine Heimatstadt Marburg. Mit dem Neubau des Firmensitzes der Deutschen Vermögensberatung Holding geht eine Aufwertung des Stadtteils Nordstadt einher. Eine Fußgängerbrücke über die Lahn wurde bereits gebaut und der Stadt geschenkt; ebenso wurde das Kongresszentrum errichtet und eine neue Uferpromenade an der Lahn erschlossen.
Prof. Dr. Reinfried Pohl stammt ursprünglich aus Zwickau/Sudetenland. Nach seiner Flucht studierte Pohl Rechtwissenschaften an der Philipps-Universität Marburg und promivierte auch in diesem Fachbereich. Nach Tätigkeiten für verschiedene Versicherungsgesellschaften gründete er 1975 die Deutsche Vermögensberatung AG, deren Alleinvorstand und späterer Vorsitzender des Vorstands er seit mehr als drei Jahrzehnten ist.
„Prof. Dr. Pohl repräsentiert das Unternehmer und Mäzenatentum in vorbildlicher Weise, denn er verlangt für seinen freiwilligen Einsatz keine Gegenleistung. Ich hoffe sehr, dass er sein Engagement für Marburg und für seine Heimat fortsetzt. Es freut mich, dass ich Sie heute mit dem Hessischen Verdienstorden auszeichnen darf“, so Ministerpräsident Bouffier abschließend.
www.hessen.de
0 komentar:
Posting Komentar